LE NOVITÁ DA FENIGLI

Nº 10 | Dezember 2014 

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Liebe Fenigli-Freunde,

Die Zeit verfliegt in Fenigli, wo man ja doch eigentlich dem Himmel nahe zu sein scheint und wirklich weit über den (meisten) Dingen der sonstigen Welt schwebt, genau so schnell wie im normalen Leben. Und so kommt der längst fällige Newsletter erst mit großer Verspätung. Dabei gibt es so viel in und um Fenigli herum, was berichtenswert ist.
Hier nun ein kleiner Rückblick und gleichzeitig eine erste Vorschau auf das kommende Jahr.

2014 war wieder ein ausgesprochen gutes, interessantes, abwechslungsreiches Jahr auf "unserem" Berg in der italienischen Region Le Marche. Im Mai begann die Saison und dauerte bis weit in den Oktober hinein. Viele Gäste – in der Zwischenzeit meist sehr gute und besonders willkommene Freunde – genossen ihre Ferien in Fenigli. Fenigli-Freunde aus München, Ottobrunn, Berlin, Hamburg, Stuttgart, Freiburg, von der Mosel und der Elbe, aus dem Schwarzwald und vielen anderen Teilen des Landes. Viele kannten sich bereits aus früheren Jahren und feierten ein fröhliches Wiedersehen. Andere lernten sich in Fenigli kennen und schlossen Verbindungen, die anschließend zu freundschaftlichen Treffen nördlich der Alpen führten.

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Das Wetter hielt sich im vergangenen Jahr nicht an die herkömmliche und erwartete Regel. In Deutschland war es im Norden über bemerkenswert weite Strecken deutlich schöner als im regnerischen Süden. Und Italien wurde teilweise von heftigen Überschwemmungen heimgesucht, ganze Landstriche standen unter Wasser, Straßen wurden unter- und überspült, Italian traffic signs - caduta massi da destra in hügeligen Landschaften traf man sehr viel häufiger als sonst auf das Warnschild "frana", was so viel bedeutet wie "Erdrutsch".

Das Wasser stand mancherorts den Menschen fast bis zum Hals und man konnte fast den Eindruck gewinnen, das Wetter strenge sich an, mit der wirtschaftlichen Situation des Landes gleichzuziehen.
Aber: in Italien ist man gewohnt, mit Krisen umzugehen. Die Italiener lassen sich trotz allem ihre Lust und Freude am Leben nicht vermiesen, die Heiterkeit der Menschen ist nach wie vor ein ausdrückliches Kennzeichen ihres Lebens. Und dies färbt selbst auf sonst eher zurückhaltende und ernsthafte Zeitgenossen aus nördlichen Gefilden ab. Obwohl solche Exemplare Fenigli eigentlich erst gar nicht aufsuchen.

Zurück zum Wetter: auch wenn gerade die ganz alten Menschen sich an einen Sommer wie den in 2014 nicht erinnern konnten: im Vergleich zu vielen anderen Regionen der Apenninhalbinsel sind wir in unserer Gegend in diesem Jahr noch mehr als gut davon gekommen. Das Wetter war bei uns zwar nicht über den sonst gewohnt langen Sommer hinweg beständig, insgesamt aber mehr als erträglich.
Ohnehin ist man auf "unserem" Berg wassermäßig auf der sichersten Seite, die man sich denken kann. Denn das Wasser fließt bekanntlich immer nach unten. Unabhängig davon ist Eines mehr als wahrscheinlich: im kommenden Jahr wird es mit Sicherheit wieder sehr viel besser.


Von den "normalen" Ferien in Fenigli gäbe es viel zu erzählen, doch darüber könnten am besten diejenigen schreiben, die sie selbst erlebt und gestaltet haben. Deshalb erinnert dieser Rückblick "nur" an einige ganz besondere Ereignisse.

18. Juli — das erste große Konzert in Pergola, veranstaltet von Fenigli Numero Uno als offizielles Kulturprogramm der Stadt Pergola im Innenhof des Museums, das die weltberühmten einmaligen Bronzi Dorati, eine vergoldete Bronze-Reitergruppe beherbergt.
Miriam Sharoni, eine zauberhafte Sopranistin aus Hamburg, die großartige Mezzosopranistin Elisabetta Lombardi aus Pergola und die wunderbare Pianistin Maria Conti Gallenti aus Frankfurt (wie Elisabetta Musik-Professorin in Fermo) boten Arien und Duette großer Komponisten.
Ein fantastischer Abend im überfüllten Innenhof des Museums, einem ehemaligen alten Kloster, an einem herrlichen Sommerabend unter freiem Himmel!
Die Pergolesi, an der Spitze Bürgermeister Dr. Francesco Baldelli, waren glücklich und dankbar für dieses Geschenk an die Stadt und hoffen auf eine Fortsetzung im neuen Jahr.

Und diese wird derzeit bereits auch prompt geplant. Wahrscheinlicher Termin: 17. Juli 2015.


Im August dann ein weiterer musikalischer Höhepunkt: Das zweite Chorprojekt in Fenigli mit einem sehr gelungenen Abschlusskonzert in unserer vollen Kirche am 16. August – wieder unter der Leitung des ausgezeichneten Steffen Wolf. Über zwanzig Gäste, die, wie im Vorjahr, einen äußerst gut besetzten Chor bildeten, verbrachten in Fenigli ihren Urlaub in einer Mischung aus gemeinsamem Singen und individueller Freizeit.

Und natürlich versammelten sich alle, Chor und Konzertbesucher gleichermaßen, nach der Kunst zu einem großen gemeinsamen Fest mit köstlichem Essen (Pasta, Lamm, Wildschwein, Crostate usw.) und reichlich Wein.

In diesem Jahr waren Nachbarn aus der näheren und weiteren Umgebung sowie Freunde (und solche, die es werden wollten) eingeladen, an zwei Tagen zum Mitproben und dann zum Mitsingen einiger Stücke beim Konzert. Mit einer handvoll Interessierter wurde gerechnet, es kamen aber weit über zwanzig sanges- und feierfreudige Menschen. Alle hoffen auf eine Fortsetzung und die Stadt hat beschlossen, die Fenigli-Konzerte in ihr offizielles Kulturprogramm aufzunehmen. Vermutlich müssen wir schon beim nächsten Mal um Vorbestellung bitten oder für eine Außenübertragung sorgen. So werden Traditionen begründet.

Derzeit werden Gespräche zur Fortsetzung dieser Chorworkshops geführt. Es gibt die begründete Hoffnung, dass es weitergeht. Darüber dann mehr im nächsten Newsletter. Dabei auch mehr über unsere Pläne eines kleinen Festivals unter dem dann natürlich italienischen Titel "Die Gegenwart von morgen" und vielleicht auch mehr zu den Plänen einer Kooperation zwischen der Musikhochschule Hamburg und dem Konservatorium in Fermo.

Vieles wäre noch zu berichten. Etwa von der Radtrainingswoche im März mit dem Zweirad-Experten Michael Schäfer, von der Vorbereitung und Teilnahme an der l'Eroica in der Toscana am ersten Wochenende im Oktober, einer gara d'epoca für Rennräder aus den 70ern und früher oder von der Trüffelmesse in Pergola und dem Besuch der Partnergemeinde Gernsbach. Darüber vielleicht ein andermal mehr.


Besonders allen unseren Gästen des Jahres 2014, und auch jenen, die es früher bereits waren und denen, die es 2015 werden wollen, aber auch allen sonstigen Fenigli-Freunden wünschen wir schöne, erholsame Weihnachten und alles Gute im neuen Jahr.

Vielleicht sehen wir uns dann auf dem Berg. Die Planungen haben begonnen, die ersten Reservierungen sind bereits gebucht.

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tanti auguri e cordiali

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